Funktion

Import-Analyse

Direkt nach dem Import liest Novumdraft dein Manuskript: Sprache, Genre, Erzählperspektive, Tonfall, Hauptfiguren, Schauplätze. Der Codex füllt sich von selbst.

Inhalt
Import-Analyse in Novumdraft: nach dem Import einer DOCX wird das Manuskript ausgewertet — Sprache, Genre, POV, Tonfall, Hauptfiguren werden erkannt und in den Codex übertragen.

Wenn dein Manuskript schon weiß, was es ist

Du hast 60.000 Wörter aus Word importiert. Im klassischen Workflow heißt das jetzt: Codex anlegen, von Hand. Genre eintragen. POV einstellen. Tonfall beschreiben. Hauptfiguren tippen, eine nach der anderen, mit ihren Eigenheiten — soweit du sie auf den ersten Blick im Kopf hast.

Eine Stunde Klickarbeit, bevor du überhaupt das erste Mal in Novumdraft schreibst. Demotivierend.

Import-Analyse ist die Funktion, die diese Klickarbeit übernimmt. Direkt nachdem dein Manuskript hochgeladen ist, liest Novumdraft es einmal komplett — und füllt den Codex mit dem, was es findet.

Was die Import-Analyse erkennt

Roman-Setup

  • Sprache — Deutsch, Englisch (US/UK), Französisch oder andere unterstützte Sprachen.
  • Genre — Krimi, Thriller, Liebesroman, Fantasy, Science-Fiction, Literatur, Jugendbuch oder andere Hauptkategorien.
  • Erzählperspektive (POV) — erste Person, dritte Person nah, dritte Person auktorial, zweite Person.
  • Erzählzeit — Vergangenheit oder Präsens.
  • Zielgruppe — Erwachsene, Jugendliche, Kinder.

Diese fünf Dinge werden mit hoher Treffsicherheit erkannt. Du bekommst sie als Vorschläge — du bestätigst, korrigierst, was nicht passt.

Ton und Stil

  • Tonfall-Notizen — eine Beschreibung in einem Satz, wie dein Manuskript sich anfühlt: "düster, knapp, mit ironischen Untertönen" oder "warm, ausladend, in langen Sätzen".
  • Themen — die Themen, die im Manuskript wiederkehren: "Familie und Verlust", "Identität in der Migration", "Schuld und Verantwortung".
  • Vergleichstitel — Bücher, an deren Ton dein Manuskript erinnert.

Diese sind freier und spekulativer — du wirst sie wahrscheinlich anpassen wollen. Aber sie geben dir einen Startpunkt, nicht ein leeres Feld.

Welt und Stil-Vorgaben

  • Anführungszeichen-Stil — Novumdraft erkennt, ob du deutsche „...", englische "..." oder französische «...» verwendet hast, und stellt das im Codex automatisch ein.
  • Innere-Gedanken-Format — wenn du innere Gedanken markiert hast (kursiv, in Anführungszeichen), wird das erfasst.
  • Szenen-Bruch-Symbol — drei Sterne, Asterismus, Em-Striche werden erkannt und übernommen.

Du musst diese typografischen Entscheidungen nicht erneut treffen. Was im Manuskript schon ist, landet im Codex.

Hauptfiguren und Schauplätze

Hier verbindet sich Import-Analyse mit Deep Scan: während Deep Scan eine separate, später ausführbare Funktion ist, läuft eine vereinfachte Variante automatisch beim Import. Sie schlägt vor:

  • Die wichtigsten Figuren (mindestens drei Erwähnungen).
  • Die wichtigsten Schauplätze (mindestens zwei Erwähnungen).
  • Mögliche Aliase (verschiedene Schreibweisen desselben Namens).

Diese Vorschläge erscheinen als Liste — du gehst durch, akzeptierst, was richtig ist, verwirfst, was nicht passt.

Was Import-Analyse NICHT macht

Damit nichts überversprochen wird:

  • Keine Plot-Strukturen — Akte, Wendepunkte, Beat-Sheets werden nicht automatisch erkannt. Strukturelle Beobachtungen kommen vom Lektorat, wenn du es fragst.
  • Keine Charakter-Bios — die Figuren werden mit Namen erfasst, aber ohne Notizen, Eigenheiten oder Beziehungen. Diese füllst du selbst (oder lässt sie via Figuren-Analyse generieren).
  • Keine Welt-Regeln — wenn dein Roman in einer Fantasy-Welt mit Magie-System spielt, erkennt die Analyse das. Aber sie schreibt nicht das Magie-System für dich aus.
  • Keine Beziehungs-Inferenz — gemeinsame Auftritte werden nicht als Beziehungen vorgeschlagen. Dafür ist Deep Scan zuständig.

Import-Analyse ist die erste Annäherung: was offensichtlich aus dem Text fällt. Tiefere Auswertungen — Figuren-Bögen, Pacing-Diagnosen, Kontinuitäts-Checks — laufen, wenn du sie anforderst.

Wie der Workflow aussieht

  1. Du importierst eine DOCX oder Markdown-Datei (siehe Import).
  2. Strukturerkennung läuft — Kapitel, Szenen, Blöcke werden erkannt.
  3. Import-Analyse startet automatisch im Hintergrund. Du siehst eine Fortschrittsanzeige; ein 60.000-Wörter-Roman dauert ein bis zwei Minuten.
  4. Eine Vorschlags-Liste erscheint. Codex-Felder, Hauptfiguren, Schauplätze, Stil-Vorgaben — alles, was die Analyse erkannt hat.
  5. Du gehst die Liste durch. Bestätigen, korrigieren, verwerfen.
  6. Du fängst an zu schreiben. Der Codex ist da, der Lektor versteht deinen Roman, deine Stil-Vorgaben sitzen.

Statt einer Stunde Vorbereitung sind es ungefähr zehn Minuten Klickarbeit. Und der Roman steht in einer Form, die der Rest von Novumdraft sofort versteht.

Was Import-Analyse NICHT mit dem KI-Provider teilt

Wenn du dir Sorgen machst, was an die KI geht: nichts Persönliches. Die Analyse schickt Stichproben aus deinem Manuskript (typischerweise die ersten 5.000 Wörter, plus zufällige Auszüge aus späteren Kapiteln, in Summe etwa 15.000 Wörter) — über eine verschlüsselte Verbindung an den AI-Provider. Die Ergebnisse werden zurückgegeben, dein Manuskript verlässt deinen Browser dabei nicht ganz, sondern nur in den verarbeiteten Abschnitten. Nichts wird gespeichert oder zum Training genutzt.

Wo Word, Scrivener und Papyrus anders funktionieren

Keines hat eine vergleichbare Funktion.

Word importiert nichts; du bist schon in Word.

Scrivener hat einen Import, aber keine Analyse danach. Du legst Charakter-Dokumente von Hand an.

Papyrus Autor importiert DOCX, aber pflegt keine automatische Codex-Generierung.

Novumdrafts Import-Analyse ist anders, weil:

  1. Sie läuft automatisch nach Import — du musst sie nicht anfordern.
  2. Sie speist mehrere Bereiche gleichzeitig — Codex-Felder, Stil-Vorgaben, Figuren-Vorschläge.
  3. Sie respektiert deine Entscheidungen — du bestätigst alles, sie schreibt nichts ohne dich.

Wann du sie umgehen kannst

Wenn du einen sehr kurzen Text importierst (unter 5.000 Wörter), ist die Analyse weniger zuverlässig — der Algorithmus braucht Substanz. Du kannst die Analyse in solchen Fällen überspringen und den Codex manuell anlegen.

Wenn du den Codex bereits in einem anderen Tool sorgfältig gepflegt hast und ihn parallel exportieren willst, kannst du auch die Analyse-Vorschläge ignorieren und stattdessen einen Codex-Export aus deinem alten Tool importieren (sobald die Series-Funktion und das Codex-Sharing live sind).

Datenschutz

Die Import-Analyse schickt Auszüge deines Manuskripts über eine verschlüsselte Verbindung an den AI-Provider. Die Ergebnisse werden zurückgegeben; dein Manuskript wird nicht gespeichert oder zum Trainieren von KI-Modellen verwendet. Mehr Details findest du in der Datenschutzerklärung.

In welchen Plänen Import-Analyse enthalten ist

Import-Analyse ist Teil aller Novumdraft-Pläne. Eine erste Analyse pro importiertem Roman ist im Plan enthalten; weitere Analysen (etwa Re-Run nach größeren Überarbeitungen) teilen sich das normale Lektorats-Credit-Budget.

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In zehn Minuten hast du einen Codex, der dein Manuskript versteht — statt einer Stunde Tipparbeit.

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