Manuskript-Analyse
Lass dein Manuskript jederzeit auswerten: Sprache, Genre, Tonfall, wiederkehrende Themen, Stil-Tendenzen. Was du tatsächlich schreibst — nicht, was du dir vorgenommen hast.
Inhalt

Was du schreibst, ist nicht immer was du planst
Dein Codex sagt: "Knapp, direkt, mit ironischen Untertönen." Du hast das so eingestellt, weil du dich daran erinnerst, dass du diesen Ton anstrebst.
Was wirklich auf den Seiten steht, kann anders sein. Vielleicht bist du in den ersten zehn Kapiteln knapp und direkt — und ab Kapitel 11 wird die Sprache weicher, beschreibender, weniger ironisch. Du hast es nicht bemerkt, weil du Szene für Szene geschrieben hast.
Manuskript-Analyse ist die Funktion, die diese Lücke zwischen Codex-Absicht und tatsächlicher Ausführung sichtbar macht. Auf Knopfdruck. Jederzeit.
Was die Analyse zeigt
Aktuelle Sprache und Stil
- Tatsächliche Sprache — die Analyse erkennt Deutsch / Englisch / Französisch / etc. aus dem Text. Gleicht ab mit deiner Codex-Einstellung.
- Tonfall heute — eine 1–2-Satz-Beschreibung, wie das Manuskript aktuell wirkt. Vergleichbar mit deiner ursprünglichen Codex-Tonfall-Beschreibung.
- Vorherrschende Sätze — typische Satzlänge, Satzbau-Tendenzen ("kurze, paratactische Sätze; selten Nebensätze").
- Wortregister — formaler, alltäglicher, literarisch-gehobener Stil.
Wenn du im Codex "knapp und direkt" eingestellt hast und die Analyse "tendenziell ausladend, mit häufigen Nebensätzen" zurückgibt — das ist eine Diagnose. Du entscheidest, was korrigiert werden muss.
Genre-Erkennung
Welches Genre liegt nahe, wenn man nur dein Manuskript liest? Wenn du Krimi schreiben wolltest, das Manuskript aber als "Family Drama mit Krimi-Elementen" gelesen wird, ist das eine Information.
Themen-Cluster
Welche Themen kehren in deinem Manuskript wieder? "Familie und Verlust", "Schuld", "Identität in der Migration", "Rache". Die Analyse listet 3–5 zentrale Themen, die sie aus dem Text findet.
Du vergleichst mit deinem Codex. Wenn dein Roman als "Roman über Vertrauen" angedacht war, aber in der Analyse "Schuld und Macht" als zentrale Themen herauskommen, weißt du: das Manuskript hat sich verschoben. Vielleicht zum Besseren. Vielleicht weg von dem, was du wolltest.
Vergleichstitel-Vorschläge
Welche Bücher hat dein Manuskript am ehesten als Geschwister? Die Analyse schlägt 2–3 Titel vor, an deren Ton dein Manuskript sich anlegt. Das ist Stoff für deine eigene Reflexion: "Wirklich? Das wollte ich nicht. Was muss ich verschieben, damit das nicht mehr passt?"
Stil-Indikatoren
- Dialog vs. Erzählung — wie viel Anteil hat Dialog am Manuskript?
- Reflexion vs. Aktion — wie viel Innenleben der Figuren steht im Verhältnis zu äußerer Handlung?
- Beschreibung-Dichte — viel sinnliches Detail oder eher reduziert?
Diese Verhältnisse sind genre-typisch. Ein Krimi mit 60% Reflexion ist ungewöhnlich. Eine Fantasy-Geschichte mit 5% Beschreibung ist mager. Du siehst, wo du außerhalb des Üblichen schreibst — was bewusst sein kann oder ein Symptom.
Wann du sie laufen lässt
Nach 30.000–40.000 Wörtern
Erste sinnvolle Sicht. Vorher ist die Datenbasis zu dünn. Du erfährst, ob dein Manuskript dem Codex-Profil entspricht.
Nach jedem größeren Akt
Wenn du Akt 1 fertig hast, läuft eine Analyse — gibt es einen Tonwechsel zwischen Akt 1 und 2, der unbeabsichtigt ist?
Vor dem Profi-Lektorat
Bevor du das Manuskript einreichst, läuft eine letzte Analyse. Du erfährst, wie es jetzt liest — und kannst gezielt den letzten Schliff geben, bevor die Lektorin es liest.
Bei Schreib-Krisen
Wenn du das Gefühl hast, dein Buch ist nicht mehr, was du wolltest — Manuskript-Analyse ist die ehrliche zweite Stimme. Sie hat keine Erinnerung an deine ursprünglichen Absichten, sondern beschreibt nur, was sie liest.
Wo Word, Scrivener und Papyrus anders funktionieren
Word rechnet eine Wortzahl. Sonst nichts.
Scrivener hat keine Manuskript-Auswertung.
Papyrus Autor hat Stilanalyse — und die ist tatsächlich gut, mit Fokus auf Füllwörter, Passivkonstruktionen, Satzlängen-Verteilung. Sie ist genauer auf der Sprachebene, aber sagt nichts über Themen, Genre, Tonfall.
Novumdrafts Manuskript-Analyse ist anders, weil:
- Sie ist holistisch — Sprache, Themen, Genre, Tonfall in einer Auswertung.
- Sie vergleicht mit deinem Codex — Diagnose, nicht nur Beschreibung.
- Sie ist Lese-orientiert, nicht Sprach-orientiert — was sieht ein Lesender, nicht nur welche grammatischen Strukturen häufig sind.
Sie ersetzt aber nicht Papyrus' sprachliche Stilanalyse — wenn du Füllwörter und Passivanteile aufschlüsseln willst, ist Papyrus dafür präziser. Die beiden Werkzeuge ergänzen sich.
Was die Analyse NICHT tut
- Keine Plot-Strukturierung — Akte, Wendepunkte, Spannungsbogen werden nicht ausgewertet. Das macht das Lektorat, wenn du es fragst.
- Keine Figuren-Tiefe — pro Figur gibt es eine eigene Figuren-Analyse, die viel detaillierter ist.
- Keine Vorschläge — die Analyse beschreibt, was ist. Sie schreibt nicht "du solltest mehr Dialog haben". Was du daraus machst, ist deine Entscheidung.
- Keine Korrekturen — keine automatischen Änderungen am Manuskript. Nur Beobachtungen.
- Keine Live-Updates — die Analyse läuft auf Knopfdruck. Wenn du danach 30 Szenen schreibst, müsstest du sie neu starten.
Wie du sie auslöst
- Geh in den Codex. Im Bereich "Stil & Profil" findest du den Button "Manuskript-Analyse starten".
- Wähle eine Tiefe — Light (eine Auswertung pro Dimension), Mittel (Standard), Heavy (ausführlicher mit Belegstellen).
- Warte ein bis zwei Minuten. Die Analyse läuft im Hintergrund.
- Sieh die Ergebnisse. Tonfall, Themen, Genre-Tendenz, Stil-Indikatoren — alles in einer übersichtlichen Sicht.
- Gleiche mit deinem Codex ab. Wo passt es? Wo passt es nicht?
Was die Analyse mit dem Codex macht
Du entscheidest. Drei Optionen:
- Nichts — du nimmst die Information zur Kenntnis, der Codex bleibt unverändert.
- Codex anpassen an die Realität — wenn die Analyse einen anderen Tonfall liest als der Codex behauptet, kannst du den Codex anpassen. So bleibt der Lektor in seinen Antworten konsistent mit dem aktuellen Stand.
- Manuskript zur Codex-Vision zurückführen — wenn die Verschiebung unbeabsichtigt war, hast du jetzt die Diagnose. Du kannst gezielt überarbeiten — vielleicht mit Hilfe des Lektorats, dem du das Diagnose-Ergebnis als Kontext gibst.
Datenschutz
Die Manuskript-Analyse schickt Auszüge deines Manuskripts (typischerweise 15.000–20.000 Wörter, gemäß der gewählten Tiefe) über eine verschlüsselte Verbindung an den AI-Provider. Die Ergebnisse werden zurückgegeben; dein Manuskript wird nicht gespeichert oder zum Trainieren von KI-Modellen verwendet.
Mehr Details findest du in der Datenschutzerklärung.
In welchen Plänen Manuskript-Analyse enthalten ist
Manuskript-Analyse teilt sich das Lektorats-Credit-Budget. Eine Light-Analyse kostet weniger als eine Heavy-Analyse. Der erste Lauf pro Roman pro Monat ist in jedem Plan inklusive.
Bereit, dein Buch von außen zu sehen?
Starte ein 14-tägiges, kostenloses Testen. Schreib mindestens 30.000 Wörter. Lass eine Analyse laufen.
Du wirst lesen, was dein Manuskript ist — nicht, was du dir gemerkt hast.
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