Funktion

Deep Scan

Schlägt dir vor, was im Codex fehlt: vergessene Figuren, Aliase, mögliche Beziehungen. Du entscheidest.

Inhalt
Deep-Scan-Ansicht in Novumdraft: Vorschläge für fehlende Figuren, Schauplätze, Aliase und Beziehungen — direkt aus dem Manuskript erkannt.

Was du im Manuskript hast, aber nicht weißt

Du sitzt an einem Roman, an dem du seit anderthalb Jahren arbeitest. Du hast 92.000 Wörter, 17 Figuren im Codex, 8 Schauplätze. Du fühlst dich gut sortiert. Du gibst dem Manuskript einen Read-Through und merkst beim Lesen: in Kapitel 11 erwähnst du eine Figur namens "Frau Berger", die du nie im Codex angelegt hast. Sie taucht auch in Kapitel 14 und 19 auf. Du hattest sie einfach beim Schreiben erfunden und nie als Eintrag erfasst.

Du hattest auch nie bemerkt, dass du an einigen Stellen "Marcus" und an anderen "Markus" geschrieben hast — derselbe Mann, zwei Schreibweisen. Drei Mal "Marc" außerdem.

Und du hattest nie aufgeschrieben, dass Anna und Bob nach Kapitel 12 in zwölf gemeinsamen Szenen auftreten — ein erzählerischer Bogen, den du angelegt hast, aber im Codex nirgendwo dokumentiert ist.

Diese drei Lücken — vergessene Figuren, alternative Schreibweisen, ungenannte Beziehungen — sind das, was Deep Scan in Novumdraft sichtbar macht.

Was Deep Scan tut

Deep Scan ist eine Spracherkennung, die du auf dein Manuskript loslässt. Du klickst einen Knopf, ein paar Sekunden später bekommst du eine Liste mit Vorschlägen. Du gehst sie durch, akzeptierst, was richtig ist, verwirfst, was nicht passt.

Konkret findet Deep Scan vier Arten von Lücken:

1. Fehlende Figuren

Personen, die im Manuskript namentlich auftauchen, aber im Codex nicht angelegt sind. Mindestens zwei Erwähnungen, damit es kein Tippfehler oder Walk-on-Charakter ist. Du siehst die Liste mit Häufigkeit: "Frau Berger · 5 Erwähnungen", "Dr. Holm · 7 Erwähnungen".

2. Fehlende Schauplätze

Orte, die im Manuskript erwähnt sind, aber nicht im Codex. "Das Café Cubas · 12 Erwähnungen", "Bahnhof Friedrichstraße · 4 Erwähnungen".

3. Aliase für existierende Einträge

Wenn deine Hauptfigur Lara Hofmann heißt und im Manuskript an verschiedenen Stellen "Lara", "Lara Hofmann", "Frau Hofmann", "die Hofmann" und "L." vorkommt — Deep Scan erkennt diese Variationen und schlägt vor, sie als Aliase zu Laras Codex-Eintrag hinzuzufügen. Damit wird beim nächsten Mal in der Auftritts-Heatmap und im Lektor-Lesen eine Figur gezählt, nicht fünf.

4. Mögliche Figuren-Beziehungen

Zwei Figuren, die in mindestens drei gemeinsamen Absätzen vorkommen, aber im Codex noch nicht als Beziehung verbunden sind. Deep Scan schlägt vor: "Anna ↔ Bob · 12 gemeinsame Absätze". Du entscheidest, ob das eine Freundschaft, Feindschaft, Familie oder etwas anderes ist — und legst die Beziehung mit einem Klick an.

Wie Deep Scan funktioniert

Der Scan passiert lokal in deinem Browser. Dein Manuskript wird nicht an einen externen Server geschickt. Die Sprache wird mit einer kompakten, schnellen NLP-Bibliothek analysiert (compromise.js); ähnliche Schreibweisen werden mit einem Fuzzy-Matcher (fuse.js) gegen deine Codex-Einträge abgeglichen.

Konkret bedeutet das:

  • Schnell. Ein 90.000-Wörter-Roman wird in einigen Sekunden gescannt.
  • Kostenlos. Kein Lektorats-Credit-Verbrauch, keine Server-Kosten.
  • Datenschutzfreundlich. Dein Manuskript verlässt deinen Browser für diesen Scan nicht. Es ist kein KI-Provider involviert.

Wie du mit den Vorschlägen arbeitest

Wenn Deep Scan fertig ist, siehst du vier Tabs:

  • Fehlend (split nach Figuren / Schauplätzen)
  • Aliase
  • Beziehungen
  • Dialog-Sprecher (Referenz: wer wird in deinem Manuskript explizit als Sprecher in Dialog-Tags genannt)

Pro Eintrag hast du zwei Knöpfe:

  • Hinzufügen — der Eintrag wird in den Codex übernommen.
  • Verwerfen — der Eintrag wird für diese Sitzung versteckt. Beim nächsten Scan kommt er ggf. wieder.

Plus ein "Alle anwenden"-Knopf, wenn du der Liste vertraust.

Zwei Modi für das Anwenden:

  • Nur Hinzufügen (Standard) — neue Einträge werden im Codex angelegt, existierende Einträge werden nicht angefasst.
  • Verbessern — neue Einträge werden angelegt; bei existierenden Einträgen werden Aliase angereichert (aber niemals Notizen, Rolle oder Recherche überschrieben).

Das ist die wichtige Garantie: Deep Scan ändert nicht, was du bereits geschrieben hast. Es ergänzt nur Lücken.

Wann Deep Scan besonders wertvoll ist

Wenn du mit Material aus Word oder Scrivener importierst

Du importierst einen 60.000-Wörter-Entwurf, den du in den letzten zwei Jahren in Word oder Scrivener geschrieben hast. Du hast keinen Codex — null Einträge. Statt von Hand 25 Figuren anzulegen, klickst du auf Deep Scan und bekommst die Hauptfiguren, Nebenfiguren und Schauplätze als Vorschlagsliste. Eine Sache von zehn Minuten Klickarbeit, statt von zwei Stunden Datenbankpflege.

Wenn du den Codex über Monate parallel zum Schreiben gepflegt hast

Du hast den Codex relativ aktuell, aber du weißt dass dir kleinere Figuren durchgeschlüpft sind. Deep Scan zeigt sie. Du übernimmst, was sinnvoll ist.

Wenn du Beziehungen anlegen willst

Statt manuell zu überlegen "wer kennt wen?", lässt du Deep Scan die Liste der gemeinsamen Auftritte zeigen. Die obersten zwölf Paare sind oft die Beziehungen, die für deinen Roman zentral sind. Du legst sie mit den passenden Typen an (Familie, Freundschaft, Feindschaft, …).

Wenn du Schreibweisen-Konsistenz prüfen willst

"Marcus" vs. "Markus" vs. "Marc" — Deep Scan zeigt dir solche Variationen unter "Aliase". Du entscheidest: drei Schreibweisen für eine Person zusammenführen, oder gibt es wirklich zwei Personen?

Wo Word, Scrivener und Papyrus nicht hinkommen

Word hat keine NER. Du müsstest selbst suchen. "Find" findet Wörter, nicht Figuren.

Scrivener hat keine automatische Entitäten-Erkennung. Charaktere werden manuell angelegt.

Papyrus Autor hat eine Figurendatenbank, aber kein automatisches Auto-Discovery aus dem Manuskript.

Notion hat keine Romankontext-Logik. Du müsstest erst eine Notion-Datenbank manuell anlegen.

Generische KI-Tools könnten ähnliches leisten, aber:

  • Sie kennen deinen existierenden Codex nicht — können also nicht zwischen "neu" und "schon vorhanden" unterscheiden.
  • Sie laufen serverseitig, dein Manuskript geht extern.
  • Sie kosten Tokens.

Deep Scan ist anders, weil:

  1. Lokal — dein Manuskript bleibt in deinem Browser.
  2. Codex-bewusst — schlägt nur vor, was im Codex fehlt.
  3. Frei — kein Credit-Verbrauch.
  4. Manuskript-spezifisch — kennt das Konzept von Figuren, Schauplätzen, Aliasen, gemeinsamen Auftritten.

Was Deep Scan ausdrücklich NICHT tut

  • Schreibt keine Figuren-Bios. Du bekommst Namen und Häufigkeit, keine Charakterbeschreibungen.
  • Erkennt keine Plot-Inkonsistenzen. Wenn deine Figur in Kapitel 3 braune Augen hat und in Kapitel 17 grüne, fällt das Deep Scan nicht auf — das ist Aufgabe des Lektorats.
  • Bestimmt keine Beziehungstypen. Es schlägt vor, dass eine Beziehung existiert. Ob es Familie, Freundschaft oder Feindschaft ist, entscheidest du.
  • Schlägt keine Items oder Konzepte vor. Nur Figuren und Schauplätze. Magisches Schwert oder Lehre des Friedens muss du selbst anlegen.
  • Verschlagwortet keine Szenen. Es legt die Einträge an; das automatische Verlinken im Manuskript läuft beim nächsten Tippen, sobald die Einträge im Codex sind.

Diese Grenzen sind bewusst. Deep Scan ist ein "Discovery"-Werkzeug, keine "Auto-Fill alles"-KI.

Wie du anfängst

  1. Schreib oder importier ein Manuskript mit mindestens 5.000–10.000 Wörtern. Mit weniger Text findet Deep Scan zu wenig.
  2. Geh auf den Tab "Figuren" oder "Schauplätze". Im Insights-Bereich findest du den Knopf "Deep Scan".
  3. Klick darauf. Warte ein paar Sekunden, der Scan läuft.
  4. Geh die Vorschläge durch. Vier Tabs: fehlende Einträge, Aliase, Beziehungen, Dialog-Sprecher. Pro Vorschlag entscheidest du Hinzufügen oder Verwerfen.
  5. Optional: "Alle anwenden". Wenn du der Liste pauschal vertraust, klick "Alle anwenden". Ein automatischer Re-Scan zeigt dir danach, was eventuell noch hinzugekommen ist.

Nach drei, vier Manuskripten merkst du: Deep Scan ist die Phase zwischen "neuem Material reinholen" und "Codex pflegen", die früher viel Klickarbeit war.

Datenschutz

Deep Scan läuft lokal in deinem Browser. Dein Manuskript verlässt deinen Computer für diesen Scan nicht. Keine Server, kein KI-Provider. Was du als Vorschlag akzeptierst, wird in deinem Codex auf Novumdraft-Servern gespeichert (verschlüsselt).

Mehr Details findest du in der Datenschutzerklärung.

In welchen Plänen Deep Scan enthalten ist

Deep Scan ist Teil aller Novumdraft-Pläne — Autor und Profi. Es wird nichts berechnet, weil keine Server-Ressourcen verbraucht werden.

Bereit, deinen Codex zu schließen?

Starte ein 14-tägiges, kostenloses Testen. Wenn du ein bestehendes Manuskript hast, importier es. Klick auf Deep Scan.

Du wirst überrascht sein, wie viel du beim Schreiben angelegt hast, ohne es zu wissen.

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